» The circle of truth and light – the light that never fails. «  Joseph B. Stephenson

Die 4 Prinzipien im Creative Healing

Die 4 Prinzipien liegen den Anwendungen im Creative Healing zugrunde. Alle vier dienen dazu, Blockaden sanft und subtil zu lösen und damit den Körper wieder in sein Wohlgefühl zu bringen.

Zum Grundverständnis: Life Force

Um die 4 Prinzipien zu verstehen ist es zunächst wichtig, den Begriff der Life Force zu kennen:

Life Force heißt übersetzt „Lebenskraft“: Joseph B. Stephenson benutzt diesen Begriff für alle Vorgänge im Körper, also den Lymphfluss, den Fluss des Blutes durch das Gefäßsystem, die Reizweiterleitung durch die Nervenbahnen. Diese Körpervorgänge sind nachvollziehbar. Er Verwendet den Ausdruck Life Force gleichermaßen für das, was mit modernen Messmethoden noch nicht zureichend darstellbar ist, wie eben die Körperenergie und das, was das Lebendige ausmacht. Zu allen Zeiten gibt es für eben diese Flüsse im Körper Bezeichnungen wie zum Beispiel Chi und Prana und jede Lehre hat ihre eigene Vorstellung davon, wie genau die Energie durch den Körper fließt.

Das I. Prinzip im Creative Healing

Alle Körperabläufe und der Fluss der Life Force funktionieren am besten bei Normaltemperatur. Außerhalb von Joseph B. Stephensons Welt des Creative Healings scheint es nur erhöhter Temperatur und Fieber oder bei einer starken Unterkühlung überhaupt einen Handlungsbedarf zu geben.

Im Gegensatz dazu sind Temperaturunterschiede in den Geweben für Stephenson ein wichtiges Indiz dafür, wo die Life Force nicht gut fließen kann und es folglich zu Blockaden kommt. Messgröße sind hier unsere Hände. Mit dem Handrücken wie auch der Handinnenfläche können wir Zonen ausmachen, die über oder unter der Temperatur der sie umgebenden Haut liegen: zwischen Hitze und Kälte liegt eine Blockade. Der Gebrauch von Olivenöl hilft dem Creative Healer übrigens dabei, diese Unterschiede besser wahrnehmen zu können – und gleichzeitig entscheidet die Olivenölmenge in Kombination mit unseren Streichungen darüber, ob wir dem Areal Wärme entziehen oder zuführen. Beim Anwenden des 1. Prinzips gibt es u.a. auch das berührungsfreie Cupping, das zum Beispiel bei der Cooling-Behandlung zum Einsatz kommt.

Das II. Prinzip im Creative Healing

Die Life Force wird also über Lymphe, das Blutgefäßsystem, über die Nerven und in Leitbahnen durch den Körpers transportiert.

Durch gleichförmige und sich wiederholende, sanfte Streichungen erzeugt der Creative Healer ein Vakuum. HIerfür werden die Streichungen immer von A nach B geführt, dann abgesetzt, um dann wieder entlang des so etablierten Drainagekanals gestrichen zu werden.
Dieser Sog durch den Drainagekanal hilft der Life Force dabei, den Fluss wiederherzustellen: So können Körperstrukturen, Gewebe und Organe in ihrer Funktion gestärkt werden: wir können die Körperstrukturen mittels des 2. Prinzips entstauen, „durchputzen“ und mit neuer Life Force versorgen.

Drainagestreichungen nach dem 2. Prinzip werden mit der Länge des Daumens und mit nur leichtem Druck ausgeführt.

Das III. Prinzip im Creative Healing

Das Wort congestion bedeutet soviel wie Stauung / Verdichtung / Übermass an Gewebe. Kongestionen verhindern den freien Fluss der Life Force.

In kleine, kreiselnden oder sanft pulsierenden Pump-Bewegungen mit den Fingerkuppen wir die Congestionen dazu anregen, sich aufzulösen. Handelt es sich bei der Auffälligkeit im Gewebe um ein größeres Areal, beginnen wir mit unseren Kreiselungen an der Übergangszone zur Kongestion und arbeiten uns so, wie diese nachläßt nach innen zu deren „Kern“. Sofern die Verdichtung nicht an der Körperoberfläche liegt – nehmen wir als Beispiel einer Kongestion ein Myom – bleibt unsere Kreiselung an der Oberfläche dennoch sanft. In diesem Fall arbeiten wir mit unserer Intention und richten die Aufmerksamkeit in die Tiefe und auf das bedürftige Gewebe.

Das IV. Prinzip im Creative Healing

Der Begriff „Substanz“ ist für Joseph B. Stephenson ein Sammelbegriff. Darunter versteht er u.a. Gewebe, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knorpel, Nerven, Organe. Ist eine Struktur nicht an der für sie „richtigen“ Stelle, verursacht sie Schmerzen oder Probleme. Daher richten wir die Strukturen wieder so aus, dass sie gut von der Life Force durchströmt werden können. Dies geschieht, indem wir zunächst das umliegende Gewebe behandeln und dann die Struktur selbst anheben.

Zusammenfassung: 4 Prinzipien im Creative Healing

In einer Application / Behandlungsmodul werden immer mehrere Prinzipien angewendet. Je nach Krankheits- oder Beschwerdebild werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, was die Anwendung der Prinzipien angeht.

  • Bei Entzündungen (darunter z.B. auch bei beginnender Mastitis, Hashimoto, Fieber) wird das I. Prinzip berührungsfrei angewendet.
  • Bei Ödemen und Schwellungen kommt das II. Prinzip zum Tragen.
  • Auch ein Myom ist eine Kongestion: Durch Joseph B. Stephensons Brille der 4 Prinzipien betrachtet nämlich ein Zuviel an unreifen Muskelzellen in der Gebärmuttermuskulator. Daher wird nach dem III. Prinzip lösend um die Grenzen des Myoms gestrichen; auch wenn dieses nicht-tastbar sein sollte. In diesem Fall visualisiert der Creative Healer die bedürftige Struktur.
  • Bei Senkungsbeschwerden (Hämorrhoidalleiden, Gebärmuttersenkungen, Blasensenkungen, Magensenkung, Hiatushernie) wird nach der entsprechenden Vorarbeit der Gewebe das IV. Prinzip angwendet.

Da die Prinzipien in sich sehr einfach von der Anwendung her sind, können sie auch Laien vermittelt werden.

Foto: Sincerely Media; Illustrationen: Claudia A. Pfeiffer

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